Ausgangspunkt: Anforderungen
An moderne fischaufstiegsanlagen

Zielsetzung im ökologischen Wasserbau
Moderne Fischaufstiegsanlagen müssen heute deutlich mehr leisten als die reine Überwindung einer Höhendifferenz. Neben der formalen Erfüllung der Regelwerke (z. B. DWA-M 509) stehen insb. folgende Anforderungen im Fokus:
- Positionierung für eine gute Auffindbarkeit
- sichere Durchgängigkeit bei möglichst gleichbleibenden hydraulischen Bedingungen
- keine Selektivität auf Arten- und Altersspektren
- Wiederstandfähigkeit bei variierenden Abflüssen
- stabile Funktion auch bei Hochwasserereignissen
- geringe Anfälligkeit für Verklausung und Sedimentablagerungen
- kompakte & flexible Bauweise bei begrenzten Platzverhältnissen
- wartungsarmer und wirtschaftlicher Betrieb
- Umfeldbedingungen aus Kultur, Ästhetik und Architektur
Der Mäander®-Fischpass wurde gezielt entwickelt, um diese Anforderungen integriert zu adressieren.
Grundprinzip des Mäander®-Fischpasses

Beckenanordnung und Linienführung
Im Gegensatz zu konventionellen Schlitzpässen mit rechteckigen Becken basiert der Mäander®-Fischpass auf einer Abfolge gerundeter Becken, die in ihrer Anordnung eine mäandrierende Strömungsführung erzeugen. Charakteristisch ist:
- natürliche Strömungsverhältnisse, um die Fischwanderung zu fördern
- variable Feinjustierung der Schlitzpforten und ein eigens entwickelter Sohlaufbau zur aktiven Benthosbesiedlung
- runde und glatte Bauteile im Sinne des Fischschutzes
Die hydraulischen Bedingungen orientiert sich an natürlichen Kolk- und Mäanderstrukturen in Fließgewässern. Es entsteht ein bionisches System.
Hydraulische FuNktionsweise

Strömungsregime und Energieumwandlung
Die Energieumwandlung erfolgt im Mäander®-Fischpass gleichmäßig über die Becken, nicht punktuell. Die gerichtete Randströmung bleibt stabil, während im Beckeninneren großflächige Ruhezonen entstehen. Hydraulische Besonderheiten sind:
- klare strömungsinduzierte Leitfunktion für wandernde Fische und ein strömungsberuhigter Innenbereich
- geringere Turbulenzintensität im nutzbaren Schwimmbereich
- keine instabilen Strahlabbrüche oder wechselnden Hauptströmungen
- gleichmäßige Energieumwandlung entlang der Beckenwände
Untersuchungen der Technischen Universität Dresden zeigen, dass sich dadurch konstante, gut vorhersagbare Strömungsbedingungen einstellen – auch bei variierenden Abflüssen.











